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Zu formender Stoff – Klingende Form – Geformter Klang – das Spannungsfeld, in dem sich der Instrumentenbauer von jeher bewegt.
Dem Tongeheimnis der Materie gilt es auf die Spur zu kommen:
Im Holz, wie es im rhythmischen Niederschlag der Jahresringe sich Schicht um Schicht im Wachstum aufbaut und vom flüssig Bewegten ins Feste erstarrt, welches aber erst durch den rechten Zeitpunkt des Fällens, durch richtige Lagerung und immer wiederkehrende Pflege zum Ton-Holz heranreift.
Im Metall, das in seinen Erzadern die Gesteinsschichten durchzieht, aber erst im Feuerprozeß mit Hilfe der Kohle gezwungen wird, aus der mineralischen in seine gediegene Form sich umzuwandeln, und dadurch formbar wird.
Wenn er sein rohes Material dann vor sich hat und Hand anlegt, um es nach seinem Willen in eine Form zu bringen, die nach den harmonischen Proportionalgesetzen eine klingende Form sein muß – dann bewegt sich der Instrumentenbauer in diesem Spannungsfeld.
Was er so schafft, ist Mittel und Werkzeug zu einem Dritten:
Dem geformten Klang ... der Musik.
KONRAD STOLL GEIGENBAUMEISTER
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